Stellenangebot

Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen

stellt zum 1. Oktober 2018

Inspektoranwärterinnen / Inspektoranwärter  

(Diplomverwaltungswirt/in FH / Bachelor)

in den dreijährigen Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes in der allgemeinen Verwaltung (Verfassungsschutz) ein.

Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen (LfV) ist Teil des Verfassungsschutzverbundes und leistet als Inlandsnachrichtendienst einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Landes Hessen und der Bundesrepublik Deutschland sowie der Bürgerinnen und Bürger. Dabei hat es die Aufgabe, den zuständigen Stellen zu ermöglichen, rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren für die freiheitliche demokratische Grundordnung, den Bestand und die Sicherheit des Bundes und der Länder zu treffen. Dazu sammelt und bewertet es u. a. Informationen über extremistische und terroristische Bestrebungen in den Phänomenbereichen Rechts- und Linksextremismus sowie Islamismus und allgemeiner Ausländerextremismus, sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten für eine fremde Macht und darüber hinaus zur Organisierten Kriminalität. Ferner erfüllt es Mitwirkungsaufgaben bei der Entscheidung über ausländerrechtliche Statusfragen. Darüber hinaus gibt es zentrale operative Dienste wie Ermittlungen.

Studieninhalte

Das dreijährige Studium an der Fachhochschule des Bundes im Fachbereich Nachrichtendienste vermittelt im Schwerpunkt folgende Inhalte:

Grundstudium:

Staatsrecht, Verwaltungsrecht, VWL, BWL, Sozialwissenschaften

Hauptstudium:

Verfassungsrecht, Datenschutzrecht, Recht des öffentlichen Dienstes, Recht der Nachrichtendienste, extremistische Phänomenbereiche, Spionageabwehr, politische Ideengeschichte, nachrichtendienstliche Arbeitstechniken, Informationsanalyse, geheime und offene Informationsbeschaffung.

Das Studium wird ergänzt um Lehrveranstaltungen an der Akademie für Verfassungsschutz, z. B. Gesprächsführung, Observation, nachrichtendienstliche Einsatztechnik und um Praktika in nationalen Sicherheitsbehörden.

Einstellungsvoraussetzungen für eine Ausbildung in der Laufbahn des gehobenen Dienstes im Landesamt für Verfassungsschutz Hessen

In den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des gehobenen Dienstes kann eingestellt werden, wer

  • einen guten zum Hochschulstudium berechtigenden Schulabschluss sowie gute Deutschkenntnisse besitzt,
  • die Voraussetzungen zur Berufung in das Beamtenverhältnis gemäß § 8 Absatz 1 Hessisches Beamtengesetz erfüllt,
  • die Gewähr dafür bietet jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
  • sich in geordneten persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen befindet,
  • nach seinen charakterlichen, geistigen und körperlichen Anlagen für die Laufbahn des gehobenen Dienstes geeignet erscheint,
  • eine gute Allgemeinbildung,
  • eine gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit,
  • Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit, Mobilität, Flexibilität, die Fähigkeit zu selbständiger Arbeit sowie die Bereitschaft zu ständiger Fortbildung,
  • die Bereitschaft während der Ausbildung an mehreren Dienstorten (deutschlandweit) eingesetzt zu werden,
  • die Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung (Dienstreisen, Dienst zu ungünstigen Zeiten),
  • die Bereitschaft, sowohl im Innen- als auch im Außendienst eingesetzt zu werden, mitbringt oder besitzt.

Im Landesamt für Verfassungsschutz Hessen ist der sichere Umgang mit moderner Informationstechnik selbstverständlich. Deshalb erwarten wir, dass Sie neben einer grundsätzlichen IT-Affinität und guten Kenntnissen der gängigen MS-Office- Anwendungen ebenfalls Erfahrungen im Bereich „Neue Medien“ (World Wide Web) mitbringen.

Einstellung, Ausbildung

Nach erfolgreichem Bestehen eines Auswahlverfahrens und positivem Ergebnis der weiteren Einstellungsüberprüfungen erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf die Einstellung in den Vorbereitungsdienst.

Die dreijährige Ausbildung gliedert sich in fachtheoretische Studienzeiten (s. o.), die an der Fachhochschule des Bundes in Brühl stattfinden, sowie die praktische Ausbildung, die sowohl beim Bundesamt für Verfassungsschutz als auch beim Landesamt für Verfassungsschutz Hessen absolviert wird.

Nach Beendigung der Ausbildung wird der Abschluss Diplomverwaltungswirtin / Diplomverwaltungswirt (Allgemeine Verwaltung) zuerkannt. Die anschließende Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe ist beabsichtigt. Die Ausbildung bereitet Sie auf einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst vor.

Aus dem hessischen Gleichberechtigungsgesetz im Zusammenhang mit dem Frauenförderplan ergibt sich die Verpflichtung, den Frauenanteil zu erhöhen. Bewerbungen von Frauen sind daher besonders erwünscht. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Das Eignungsauswahlverfahren findet an zwei Tagen an der Hochschule für Polizei und Verwaltung in Wiesbaden statt. Die Termine sind für den 20. Oktober und 2. November 2017 sowie für den 27. Oktober und 3. November 2017 anberaumt.

Eine Einstellung ist notwendigerweise mit einer Sicherheitsüberprüfung nach dem Hessischen Sicherheitsüberprüfungsgesetz (HSÜG) verbunden, der sich die Bewerberinnen und Bewerber unterziehen müssen. Im Rahmen der Bewerbervorauswahl erfolgt eine Abfrage im nachrichtendienstlichen Informationssystem (NADIS). Mit der Durchführung dieser Maßnahme, die zur frühen Abklärung einer entscheidenden beruflichen Anforderung sowie in Vorbereitung des Auswahlverfahrens zwingend erforderlich ist, erklären Sie sich mit Einsendung Ihrer Bewerbung einverstanden.

Bewerbungen richten Sie bitte schriftlich mit aussagefähigen Bewerbungsunterlagen, in jedem Fall mit aktuellen Zeugnissen sowie der Angabe einer Telefonnummer und einer E-Mail-Adresse bis spätestens 16. September 2017 an das

Landesamt für Verfassungsschutz Hessen
Postfach 39 05
65029 Wiesbaden

Bitte fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen keine Originalzeugnisse und Originalbescheinigungen bei, sondern legen nur Fotokopien vor, da die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden können. Bewerbungskosten können nicht erstattet werden.

Bei einer Bewerbung per E-Mail senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen in einer PDF-Datei an die folgende E-Mail-Adresse:

Bewerbungen@lfv.hessen.de

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Kleebach, Telefon 0611/720-220, zur Verfügung.