59. Hessentag in Bad Hersfeld

Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Hessen war auch im Jahr 2019 wieder auf dem Hessentag vertreten. Mit einem neu gestalteten Stand und einer Bühnenveranstaltung zum Thema „Antisemitismus“ trug die Behörde zur Aufklärung und Prävention bei.
Besucher informiert sich am Stand des LfV Hessen
Besucher informiert sich am Stand des LfV Hessen in Bad Hersfeld

Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Hessen hat sich vom 7. bis zum 16. Juni 2019 auf dem Hessentag in Bad Hersfeld präsentiert. Mit einem neu gestalteten Stand und einer Bühnenveranstaltung zum Thema „Antisemitismus“ in der Landesausstellung des Hessentags informierte das LfV die Besucherinnen und Besucher über seine Arbeit und Präventionsangebote.

Die Bühnenveranstaltung

Schülerinnen und Schüler führen Interview mit jüdischem Religionslehrer
Bühnenveranstaltung des LfV beim Hessentag in Bad Hersfeld

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und das LfV Hessen haben zusammen mit mehreren anderen Partnern ein Präventionsprojekt gegen Antisemitismus konzipiert, das auf dem Hessentag startete und am 27. Januar 2020 (Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust) enden wird. Kern des Projekts mit dem Namen „Begegnungen gegen Antisemitismus“ ist die Begegnung zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam bereiten diese Interviews mit Personen vor, die selbst Juden sind oder einen besonderen Bezug zu den Themen Judentum und/oder Antisemitismus haben. Die Interviews führen die Jugendlichen dann auch gemeinsam bei öffentlichen Bühnenveranstaltungen.

Zum Auftakt des Projekts auf dem Hessentag in Bad Hersfeld stand am Freitag, 14. Juni, das Thema „Jüdisches Leben heute“ im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler einer jüdischen Religionsklasse der Diltheyschule (Wiesbaden) und der Modellschule Obersberg (Bad Hersfeld) führten auf der Bühne ein Interview mit Mark Krasnov, dem ersten jüdischen Religionslehrer an einer staatlichen Schule in Hessen. Krasnov berichtete von seinem jüdischen Leben in Deutschland und seiner Arbeit als jüdischer Religionslehrer, aber auch von einem antisemitischen Übergriff in seiner Studienzeit und seiner Angst, mit der Kippa auf dem Kopf durch die Stadt zu gehen.

Gruppenbild zum Projekt "Begegnungen gegen Antisemitismus"
Nach der Bühnenveranstaltung am Stand des LfV Hessen

Zum Ausklang der von LfV-Pressesprecher Christian Scheh moderierten Veranstaltung zeigte die Gesamtschule Schenklengsfeld begleitet von Querflötenmusik mehrere Aufnahmen, die auf die zweite Veranstaltung der Reihe „Begegnungen gegen Antisemitismus“ einstimmten. Die Teilnehmer des historischen Rundgangs, der am Donnerstag, 19. September, um 17 Uhr an der Linde (Straße: An der Linde) beginnt, werden die Wohn- und Wirkungsorte der jüdischen Familie Löwenberg aufsuchen, die großenteils von Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurde. Jüdische und nicht-jüdische Jugendliche werden dabei Berichte von Zeitzeugen lesen und die Erinnerung an die Familie Löwenberg so lebendig werden lassen (siehe auch Flyer/pdf-Datei unten).

Der neue LfV-Stand

Der Stand des LfV Hessen auf dem Hessentag in Bad Hersfeld
Der Stand des LfV Hessen auf dem Hessentag in Bad Hersfeld

Mit welchen Extremismusphänomenen befasst sich das Landesamt für Verfassungsschutz? Wo zieht es die Grenze zwischen „extremistisch“ und „nicht-extremistisch“? Und welche Rolle spielt dabei die freiheitliche demokratische Grundordnung? Das sind nur drei von vielen Fragen, die am komplett neu gestalteten Stand des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) Hessen auf dem Hessentag in Bad Hersfeld beantwortet wurden. Besucherinnen und Besucher des Standes informierten sich anhand von Bildschirmpräsentationen und Publikationen sowie im Gespräch mit LfV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Extremismus, die Präventionsarbeit des LfV und die Ausbildungsangebote der Behörde. Wandtafeln gaben Auskunft über die freiheitliche demokratische Grundordnung, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen extremistischen Gruppierungen und einiges mehr. Außerdem nutzen 160 Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, am LfV-Wissenstest teilzunehmen und so ihre Kenntnisse über die Arbeit des LfV abzurufen oder zu erweitern.

Wissenstest/Verlosung  des Spiels „Codenames“

Abgabe eines Teilnahmebogens beim LfV-Wissenstest
Ein Teilnahmebogen des LfV-Wissenstest wird abgegeben

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim „LfV-Wissenstest“, die alle sieben Fragen richtig beantwortet haben, verloste das LfV Hessen als kleines Dankeschön das Gesellschaftsspiel „Codenames“.
Gewonnen hat die Person mit der Teilnahmebogennummer 63.
Sollten Sie die glückliche Gewinnerin oder der glückliche Gewinner sein, haben Sie folgende Möglichkeiten, an Ihren Gewinn zu kommen:

  1. Sie senden uns den abgetrennten Abschnitt postalisch zu, unter Angabe einer Adresse, an die wir das Spiel schicken sollen.
  2. Sie melden sich telefonisch, identifizieren sich über Ihren persönlichen Gewinncode (auf der Rückseite des abgetrennten Abschnitts Ihres Teilnahmebogens) und nennen uns eine Adresse, an die wir das Spiel schicken sollen.
  3. Sie senden uns per E-Mail Ihren persönlichen Gewinncode zu. Auch in diesem Fall benötigen wir zusätzlich die Angabe einer Adresse, um Ihnen das Spiel zusenden zu können.

Unsere Kontaktdaten für Ihre Rückmeldung lauten:
Landesamt für Verfassungsschutz Hessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Konrad-Adenauer-Ring 49
65187 Wiesbaden
Telefon: (0611) 720404
E-Mail: pressestelle@lfv.hessen.de

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