Achtung, Wirtschaftsspionage! Wie schütze ich mein Unternehmen?

Im Rahmen der Kooperation des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) Hessen mit den hessischen Industrie- und Handelskammern führte die IHK Wiesbaden zusammen mit dem LfV Hessen sowie Experten aus der Beratungs- und Versicherungsbranche am 15. September 2014 eine Informationsveranstaltung zum Thema: „Achtung, Wirtschaftsspionage! Wie schütze ich mein Unternehmen?“ durch. Die Veranstaltung wurde mit großem Interesse aufgenommen und erhielt viel positives Feedback.

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Präsident des LfV Hessen in der IHK Wiesbaden 2014

Innenminister Peter Beuth leitete thematisch in die Veranstaltung ein und warb bei den anwesenden Unternehmen darum, die Dienstleistungen staatlicher Stellen in Anspruch zu nehmen und den Austausch mit den zuständigen Behörden zu suchen.

 

Der Präsident des LfV Hessen, Herr Roland Desch, machte darauffolgend in seinem Vortrag deutlich, dass von Wirtschaftsspionage eine reale Bedrohung für hessische Unternehmen ausgeht.

 

Präsident Desch: „Nicht nur große Wirtschaftsunternehmen bzw. -konzerne sind betroffen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen mit hoher Innovationskraft, die nicht selten Marktführer in ihren Branchen sind, aber wenig in Sicherheit investieren, können betroffen sein. Hessen als zentraler Wirtschaftsstandort und Wachstumspol in Deutschland ist durch Wirtschaftsspionageaktivitäten von fremden Nachrichtendiensten und durch Konkurrenzspionage anderer Firmen gefährdet. Wirtschaftlicher Erfolg weckt auch fremde Begehrlichkeiten. Daher steht Hessen zunehmend im Fokus fremder Nachrichtendienste, deren Ziel es unter anderem ist, Firmen-Know-How, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie das Verhalten im wirtschaftlichen Wettbewerb auszuspähen.“

 

Die Spionageschwerpunkte würden vor allem in den forschungsintensiven Branchen und bei innovationsstarken Unternehmen liegen. Gerade die Abhängigkeit der Firmen von IT und Internet schaffe zusätzliche, neue Bedrohungen im Cyberraum. Sensibilisierung, die Beachtung einfacher Regeln im Umgang mit IT-Systemen und das Einrichten von Sicherheitsstandards könne einen großen Beitrag zum Schutz elementarer Unternehmenswerte leisten.

 

„Diese Veranstaltung heute ist für uns, das Landesamt für Verfassungsschutz, ein wichtiger Baustein für unsere vielfältigen Aktivitäten zum Schutz der Wirtschaft. Der Austausch von Informationen, der gemeinsame Dialog, das Kennenlernen und das Vertiefen bestehender Kontakte ist eine der Grundlagen vertrauensvoller Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft“, betonte Roland Desch.

 

Im Anschluss an den Vortrag Herrn Deschs informierten Experten des LfV in ihrem Panel praxisnah darüber, wie sich Unternehmen vor Wirtschaftsspionage schützen können. Eindrucksvoll zeigten Sie in einer Livevorführung, wie einfach Daten eines Smartphones ausspioniert werden können. Zugleich wurden Hilfestellungen aufgezeigt und für die Beratungsleistungen des LfV Hessen geworben.

 

Präsident Desch: „Das rege Interesse an dieser Veranstaltung ist ein Beleg dafür, dass die Gefahren durch Spionage und ungewollten Know-How-Abfluss nicht länger ausgeblendet bleiben. Ich appelliere deshalb, im Bedarfsfall den Kontakt mit uns zu suchen.“

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