Nationalistische Bestrebungen

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Flagge der Grauen Wölfe

Merkmale

Ausländerextremistische nationalistische Gruppierungen demonstrieren gegenüber anderen Völkern ein übersteigertes Nationalbewusstsein und definieren den Wert eines Menschen allein über die Zugehörigkeit zur eigenen, überlegenen Nation bzw. binden diesen Wert an eine bestimmte „Rasse“.
 

Dieses rein biologistische Weltverständnis widerspricht der universell gültigen Menschenwürde und dem Gleichheitsgrundsatz. Solche nationalistischen Bestrebungen verstoßen gegen das friedliche Zusammenleben der Völker.

 

Beispiel:  türkische Nationalisten - Ülkücü-Bewegung

Die so genannten "Grauen Wölfe" sind in Deutschland seit 1978 aktiv. Sie definieren das Türkentum als höchsten Wert; Angehörige anderer Nationen werden verachtet und als minderwertig angesehen.
 

Rassismus und Antisemitismus (in Form „klassischer“ Judenfeindschaft oder als Ablehnung des Staats Israel) sind die Folge. Insgesamt ist das Kennzeichen dieser Ideologie eine stark ausgeprägte und oftmals auch gewaltbereite Feindbildorientierung.

"Graue Wölfe" sind Anhänger der so genannten "Idealisten-Bewegung", die durch die mitgliederstärkste nationalistische Partei der Türkei, die "Partei der Nationalistischen Bewegung" (MHP), repräsentiert wird.
 

Die MHP vertritt einen übersteigerten Nationalismus und fordert ein rigoroses militärisches Vorgehen gegen kurdische Extremisten und „Linksterroristen“. Den Islam betrachtet sie als unverzichtbaren Teil der türkischen Identität. Das Ziel dieser türkischen Nationalisten ist die Errichtung eines „großtürkischen Reiches“, in dem alle Turk-Völker vereinigt sein sollen. Als Repräsentantin dieser extremistischen Strömung in Deutschland behandelt und kommentiert die "Föderation der türkisch-demokratischen Idealistenvereine in Deutschland e. V." (ADÜTDF) auf ihren Internet-Seiten das politische Tagesgeschehen in der Türkei.
 

Im Internet werden von diesen türkischen Nationalisten vorwiegend Feindbilder propagiert, d. h. zum Beispiel Konflikte mit Griechenland und Armenien in für diese nachteiliger Weise dargestellt. Hinzu kommen israelfeindliche Äußerungen, in denen israelische Politiker als „Terroristen“ und „Zionisten“ bezeichnet werden.
 

Bei Demonstrationen kurdischer Extremisten in Deutschland kommt es immer wieder zu Störungen und Provokationen durch Anhänger türkischer Nationalisten.

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