Der "Schwarze Block"

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"Schwarzer Block" bei einer Demonstration

Als „Schwarzer Block“ wird eine zu Gewalt und Militanz neigende Gruppierung innerhalb von Demonstrationszügen bezeichnet, die in der Regel einheitlich schwarz gekleidet und vermummt ist. Die Begriffsbezeichnung entstand in den 1970er Jahren. Unter anderem von Autonomen initiiert erlebte der „Schwarze Block“ seine Hochphase in den 1980er und 1990er Jahren.

 

Der gewaltorientierte Block dunkel gekleideter Autonomer auf einer Demonstration ist für die Szene allerdings weniger ideologisches Bekenntnis, als vielmehr Aktionsform zur situativen Ausübung von Gewalt. Die anlass- und einzelfallbezogene „Demonstrationstaktik“ dient darüber hinaus der Absicherung gegenüber dem Vorgehen der Sicherheitskräfte, insbesondere dem Schutz vor polizeilicher Identifizierung und/oder Festnahme.

 

Das durch die einheitliche Kleidung erzeugte homogene äußere Erscheinungsbild täuscht, bei dem „Schwarzen Block“ handelt es sich vielmehr um einen heterogenen - lediglich kurzfristig temporären - Zusammenschluss einer Vielzahl verschiedener Strömungen, Gruppierungen und Einzelpersonen.

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