Ausländische Nachrichtendienste versuchen, in Deutschland Informationen zu gewinnen. Menschliche Quellen spielen dabei eine wichtige Rolle. In der Regel ist es den Betroffenen oft nicht bewusst, dass sie im Fokus stehen und Daten preisgeben.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben häufig Zugang zu (sensiblen) Daten, die für Nachrichtendienste anderer Staaten interessant sein können. Dies betrifft nicht nur die Bundes- und Landesebene, sondern reicht bis hin in die Kommunen.
Seien Sie aufmerksam und hinterfragen Sie ihr eigenes Verhalten.
Folgende Fragen können Sie sich beispielsweise stellen:
- Wann wurde ich von einem mir unbekannten Absender per Mail gezielt und namensscharf angesprochen?
- Hat mich jemand nach Informationen zu meiner Arbeit gefragt?
- Hat mich jemand privat um einen Gefallen gebeten, bei dem ich dienstliche Informationen hätte nutzen sollen?
- Wurde ich von einem dienstlichen Kontakt als Privatperson eingeladen?
- Wurde ich zum Beispiel in den Sozialen Medien angeschrieben, ob ich mir etwas Geld nebenher verdienen möchte?
Auch ich kann ein Ziel sein – auch ich kann interessante Informationen haben – auch ich muss sensibel sein! Und ich kann etwas dagegen tun.
Seien Sie aufmerksam und hinterfragen Sie ihr eigenes Verhalten. Ihre Integrietät und Souveränität sind unser Schutz!
Sollte Ihnen etwas auffallen, sprechen Sie Ihren zuständigen Ansprechpartner (z.B. Geheimschutzbeauftragten) in Ihrer Behörde an. Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen ist ebenfalls ein Ansprechpartner.
Sie glauben, Sie könnten betroffen sein, oder interessieren sich einfach nur für die Thematik?
Um sich tiefergehend zu informieren finden Sie auf dieser Seite einige Informationen zum Thema HUMINT, Social Engineering und Spionage allgemein.